Woher kommt der Name: Hashimoto
Hashimoto ist ein Name, der vielen Menschen bekannt ist, insbesondere denen, die an Schilddrüsenerkrankungen leiden. Der Name stammt von einem japanischen Arzt namens Hakaru Hashimoto, der die Autoimmunerkrankung der Schilddrüse entdeckte, die heute als Hashimoto-Thyreoiditis bekannt ist.
Wer war Hakaru Hashimoto?
Hakaru Hashimoto wurde am 5. Mai 1881 in Midori-machi, Iwate, Japan, geboren. Er studierte Medizin an der Universität Kyushu und schloss sein Studium 1907 ab. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Assistenzarzt in verschiedenen Krankenhäusern in Japan, bevor er 1912 nach Deutschland ging, um seine Ausbildung fortzusetzen.
In Deutschland arbeitete Hashimoto unter anderem mit dem berühmten Pathologen Ludwig Aschoff zusammen. Während seiner Zeit in Deutschland veröffentlichte er mehrere wissenschaftliche Arbeiten, darunter eine Arbeit über die Schilddrüse, die später als wegweisend für die Entdeckung der Hashimoto-Thyreoiditis angesehen wurde.
Nach seiner Rückkehr nach Japan arbeitete Hashimoto als Pathologe am Zentralen Krankenhaus der Stadt Okayama. Dort entdeckte er 1912 eine neue Art von Schilddrüsenerkrankung, die später als Hashimoto-Thyreoiditis bekannt wurde.
Was ist die Hashimoto-Thyreoiditis?
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem des Körpers die Schilddrüse angreift und zerstört. Die Erkrankung führt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse und kann zu Symptomen wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, Haarausfall und Depressionen führen.
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion in den Industrieländern. Die Erkrankung tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf und kann in jedem Alter auftreten, am häufigsten jedoch zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr.
Wie wird die Hashimoto-Thyreoiditis behandelt?
Die Hashimoto-Thyreoiditis kann nicht geheilt werden, aber die Symptome können mit einer Hormonersatztherapie behandelt werden. Die Hormonersatztherapie besteht aus der Einnahme von Schilddrüsenhormonen, die den Hormonmangel ausgleichen und die Symptome lindern.
Es ist auch wichtig, eine gesunde Lebensweise zu pflegen, um die Symptome der Hashimoto-Thyreoiditis zu lindern. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf.
Fazit
Der Name Hashimoto ist eng mit der Entdeckung der Hashimoto-Thyreoiditis verbunden, einer Autoimmunerkrankung, die die Schilddrüse betrifft. Hakaru Hashimoto, der Entdecker der Erkrankung, war ein japanischer Arzt, der im frühen 20. Jahrhundert lebte und arbeitete. Obwohl die Hashimoto-Thyreoiditis nicht geheilt werden kann, können die Symptome mit einer Hormonersatztherapie und einer gesunden Lebensweise behandelt werden.